Auch Porsche muss sich dem (elenden) Downsizing bücken und reduziert den Hubraum im 911er auf nur noch 3.0 Liter, setzt dafür aber auf Zwangsbeatmung, schliesslich soll Leistung und Drehmoment von Modellgeneration zu Modellgeneration ja rauf.
Die Turbo-Triebwerke leisten 20 PS mehr als die Vorgänger, soll also heissen 370 PS für den Carrera und 420 PS für die S-Version. Das Drehmoment wächst ebenfalls um 60 Nm auf 450 bzw. 500 Nm.
Porsche verspricht uns, dass trotz Turbo der Sound erhalten bleibt, klar, kann man mit den Soundgeneratoren und anderem künstlichen Zeugs auch prima simulieren. Vielleicht trägt auch die optionale und knapp 3200 Franken teure Sportabgasanlage etwas zum Sound bei, so genau weiss man das (noch) nicht.
Ich bin mir sicher der Fön-911er fährt sich toll, sieht durch die paar optischen Änderungen (Heckdeckel, Leuchten Rundum, Lufteinlässe vorne, etc.) nicht minder schlechter aus legt fahrdynamisch gegenüber dem Vorgänger nochmals zu (0-100 ist nun in 4.2 bzw. 3.9 Sekunden erreich). Dennoch bin ich wirklich skeptisch ob das ganze "kleiner-Hubraum-dafür-mit-Turbo-Zeugs" die Variation der Motorenkonzepte nicht kastriert. Wenn's so weitergeht sind V8 mit Vier-Liter-Hubraum das non plus ultra, 6-Liter-V8 und V12 sterben aus, genauso wie die kreischenden V10s.
Aber zurück zum 911. Wenn Leistung, Drehmoment und Fahrdynamik erhöht werden, dann natürlich auch der Preis. Los gehen die Turbo-Carreras bei 116'400 Franken, für die 50 PS stärkere S-Version sind knapp über 17'000 mehr nach Zuffenhausen zu überweisen. Wer das alles oben ohne geniessen will muss nochmals knapp 16'000 draufpacken.
Einen Fahrbericht zu den neuen 911er werde ich im 2016 nachreichen.
16.09.2015
Text: Tom's Car Blog
Bilder: Werk




